Die Vorteile vom verdichteten Bauen

Die Vorteile vom verdichteten Bauen

Nicht nur in Städten ist Baugrund rar und dadurch teuer, sondern auch in den vielen Gemeinden des Umlands steigen die Preise. Wie gibt man Bauherren, trotz wenig Platz und direkter Nähe zum Nachbarn, das gute Gefühl ein Eigenheim zu besitzen? Für innovative Architekten ist das kein Problem, sondern eine Herausforderung.

Viele Architekten und Städteplaner gehen dazu über, eine verdichtete Bauweise anzuwenden. Doch was genau ist eine verdichtete Bauweise? Beispielsweise Reihen- und Doppelhäuser. Der Trend geht aber ganz klar in die Richtung, wie es schon seit langem in den USA und Großbritannien umgesetzt wird. Mehrere Häuser und Wohnungen werden kombiniert und um eine zentrale, von allen genutzte Grünfläche oder Innenhof herum errichtet. In den unteren Etagen befinden sich Büroräume und Arbeitsplätze und in den oberen Etagen befinden sich Wohnungen. Es können gemeinsam genutzte Grünflächen eingeplant werden – oder sogar Gemeinschafträume. Gemeinsam genutzte Räume (z.B. Garagen, Werkstatt, Partyraum, Sauna) können gemeinsam finanziert werden. Idealerweise haben die Häuser Dachterrassen. Dabei wird der vorhandene Platz optimal genutzt. Diese Bauweise ist nicht nur aus ökologischer, sondern auch aus ökonomischer Sicht zukunftsweisend.

Eine andere Idee, wie man verdichtet bauen kann, ist zum Beispiel ein zweistöckiges Einfamilienhaus mit einem Garten ringsherum zu errichten. Oben auf das Haus kommt eine Wohnung, die das Dach zur Hälfte bedeckt. Der Rest des Daches wird als Dachterrasse genutzt. Ziel der verdichteten Bauweise ist es bei minimaler Grundstücksgröße eine maximale Wohnnutzfläche zu erreichen.

Verdichtetes Bauen hat aber nicht nur ökonomische oder ökologische Vorteile. Halb öffentliche Räume, gemeinsam genutzte Grünflächen, Gemeinschaftsräume fördern das Miteinander in der Nachbarschaft. Man trifft sich, passt aufeinander auf, hält ein Schwätzchen, Kinder können gemeinsam auf den Grünflächen spielen, soziale Kontakte entstehen.